
Danish String Quartet
- Datum
- Fr, 15. Mai 2026 | 18:30
- Veranstalter
- Lucerne Festival


Drei Klavierkonzerte an einem Abend, und alle bauen sie Brücken in die Vergangenheit. Maurice Ravel komponierte sein G-Dur-Konzert «im Geiste Mozarts», lässt aber auch Jazz und baskische Folklore anklingen. Arvo Pärt greift in Credo das berühmte C-Dur-Präludium aus Bachs Wohltemperiertem Klavier auf und konfrontiert die Kompositionstechniken der Avantgarde mit Tonalität und Dreiklang. György Kurtág wiederum – er feierte im Februar 2026 seinen 100. Geburtstag – bezieht sich auf Beethovens assoziativ-freie Klaviersonaten op. 27: Seine faszinierende Raummusik … quasi una fantasia … platziert die Instrumente rund ums Publikum. Diese drei ganz unterschiedlichen Konzerte treffen auf America – A Prophecy, eine düstere Untergangsvision des Briten Thomas Adès, der selbst am Pult steht: Es geht um die Zerstörung der Maya-Kultur durch die spanischen Konquistadoren, mit einer Sopranistin als mahnender Seherin. Am Anfang des Konzerts aber ticken 100 Metronome. Eins nach dem anderen kommen sie in György Ligetis Poème Symphonique zum Stillstand. Wenn das letzte Metronom verstummt, fühle sich das an «wie das Ende des Lebens», erklärt Víkingur Ólafsson.

Der weltberühmte Konzertsaal besticht durch seine einzigartige Akustik. Vom New Yorker Russell Johnson konzipiert, ist unter anderem das optimale Raumverhältnis 1:1:2 für den perfekten Klang verantwortlich. Auch die rund 24’000 quadratischen Gips-Reliefs mit einer Kantenlänge von 20cm sind ein akustisches Element. Im architektonisch atemberaubenden Saal werden Konzertveranstaltungen zu ganz besonderen Erlebnissen.

