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Festivaleröffnung mit Martha Argerich

Luzerner Sinfonieorchester
Datum
Mo, 11. Jan. 2027
Einlass
18:00
Ort
Konzertsaal
Beginn
19:00
Ende ca.
22:00

Martha Argerich macht Le Piano Symphonique als «Pianiste Associée» zu einer festen Adresse unter den internationalen Klavierfestivals. Die Ausgabe 2027 rückt die Pianistin zu Ehren ihres 85. Geburtstags ins Zentrum. Schon das Eröffnungskonzert mit dem Luzerner Sinfonieorchester lebt vom Geist der Begegnung, mit dem Argerich das Festival prägt und – laut dem Fachmagazin FonoForum – zu einem «der spannendsten Festivals überhaupt» macht.


Es mag paradox anmuten, dass ein Weltstar wie Martha Argerich nicht solo, sondern gemeinsam mit Freundinnen, Freunden und vertrauten Musikerinnen und Musikern auf die Bühne tritt. Aber genau für dieses Argerich-&-Friends-Konzept bietet Le Piano Symphonique die ideale Plattform. Das zeigt 2027 bereits ihr erster von vier Auftritten im Eröffnungskonzert.


Zu den «Friends» gehört hier auch das Luzerner Sinfonieorchester. Unter der musikalischen Leitung von Gregory Ahss begegnen sich Martha Argerich und die Musikerinnen und Musiker des Orchesters in Schumanns Klavierkonzert in a-Moll auf Augenhöhe.


Zu Argerichs Rolle als «Pianiste Associée» gehört auch, dass sie ihr über Jahrzehnte gewachsenes Netzwerk nutzt, um jungen Pianistinnen und Pianisten den Weg zu bereiten. Im Eröffnungskonzert sind mit Tianyao Lyu und Giorgi Gigashvili gleich zwei Pianist:innen der jüngeren Generation zu erleben: Tianyao Lyu im Konzertstück für Klavier und Orchester in G-Dur, Giorgi Gigashvili im Konzert-Allegro mit Introduktion in d-Moll.


Im Zeichen freundschaftlicher, ja familiärer Verbindungen steht auch das Programm mit Robert Schumanns drei Kompositionen für Klavier und Orchester. Sie alle schrieb der Komponist für seine Frau, die Pianistin Clara Schumann. Das Konzert-Allegro op. 134 widmete er zudem dem jungen Hausfreund und Hoffnungsträger Johannes Brahms, als er sich bereits in der Endenicher Heilanstalt befand.


Alle drei Werke setzen zudem den Leitgedanken von Le Piano Symphonique um: die Verbindung des Klaviers mit einer sinfonischen Dimension. Schon vor der Komposition des Klavierkonzerts schwebte Schumann «ein Mittelding zwischen Symphonie, Concert u. grosser Sonate» vor, das nicht einfach ein «Concert für den Virtuosen» sein sollte.


Im ursprünglich als einsätzige Fantasie konzipierten Klavierkonzert schuf er 1845 aus dem Gegensatz zwischen stürmischen Florestan- und träumerischen Eusebius-Themen ein Porträt seiner Liebe zu Clara. Im Konzertstück op. 92 gab er vier Jahre später stärker dem Klavier eine dominierende, «sehr leidenschaftliche» Rolle, wie Clara begeistert schrieb. Das Konzert-Allegro op. 134 zählte sie auf Anhieb zu den «genialsten Stücken, die Robert geschrieben» hat.

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