
Beethovens 200. Todestag - Rudolf Buchbinder spielt Beethoven
- Datum
- Fr, 26. März 2027 | 19:30
- Veranstalter
- Luzerner Sinfonieorchester


Die Spätromantik schuf mit ihren weiten Klanglandschaften auch Voraussetzungen für das, was später als grosse Filmmusik wirken sollte. In diesem Programm treffen monumentale Sinfonik und bildhafte Erzählkraft aufeinander – in zwei Werken, deren emotionale Unmittelbarkeit bis heute ungebrochen ist.
Sergei Rachmaninows zweites Klavierkonzert beginnt mit wuchtigen, wie Glockenschläge nachhallenden Akkorden des Klaviers. Daraus wächst ein leidenschaftliches Seelendrama, in dem Solist und Orchester weite Melodiebögen, dunkle Farben und rauschhafte Steigerung entfalten. Nikolai Lugansky, dessen internationale Karriere 1997 mit dem Sieg beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau entscheidend Fahrt aufnahm, ist dafür ein idealer Interpret.
Auch Tschaikowskys sechste Sinfonie, die «Pathétique», ist Musik von existenzieller Kraft. Tschaikowsky selbst sprach von einem Programm, das «für alle ein Rätsel bleiben» solle. Anklänge an die russische Totenliturgie, leidenschaftliche Zuspitzungen und das ergreifende Adagio-Finale lassen an Abschied, Klage und ein Requiem in eigener Sache denken.
Chefdirigent Michael Sanderling verbindet beide Werke zu einem Abend von grosser emotionaler Intensität – spätromantisch, bildstark und zutiefst menschlich.

Der weltberühmte Konzertsaal besticht durch seine einzigartige Akustik. Vom New Yorker Russell Johnson konzipiert, ist unter anderem das optimale Raumverhältnis 1:1:2 für den perfekten Klang verantwortlich. Auch die rund 24’000 quadratischen Gips-Reliefs mit einer Kantenlänge von 20cm sind ein akustisches Element. Im architektonisch atemberaubenden Saal werden Konzertveranstaltungen zu ganz besonderen Erlebnissen.




