
FOKUS Klassik: Griegs Klavierkonzert & Strawinskys Feuervogel
Mit nur 13 Jahren gewann der Pianist Alexander Malofeev bereits den renommierten Internationalen Tschaikowsky Wettbewerb. Seither begeistert er weltweit nicht nur mit technischer Perfektion, sondern insbesondere mit tiefsinnigen, ausdrucksstarken Interpretationen. Griegs Klavierkonzert ist damit wie geschaffen für Malofeev.
Edvard Grieg, damals selbst erst 25 Jahre alt, schrieb ein Werk, das vom Solisten «eine Kraft ersten Ranges» verlangt, wie der Komponist es selbst formulierte. Während der erste Satz mit virtuosen Passagen, lebhaften Dialogen und einer Kadenz à la Liszt besticht, erinnert der zweite Satz mit seinen lyrischen Melodiebögen an die Weite skandinavischer Landschaften. Das Finale schliesslich ist geprägt vom norwegischen Volkstanz Halling und gipfelt in einem Kräftemessen zwischen Solist und Orchester.
Im zweiten Teil widmet sich Urbański den eindrucksvollen, farbigen Klangwelten von Igor Strawinskys Feuervogel. Das 1910 in Paris uraufgeführte Ballett genoss grosse Beliebtheit im Publikum, so dass Strawinsky zusätzlich drei konzertante Fassungen sowie Bearbeitungen für Violine und Klavier schrieb. Im Konzert erklingt die dritte Konzertsuite von 1945.

Der weltberühmte Konzertsaal besticht durch seine einzigartige Akustik. Vom New Yorker Russell Johnson konzipiert, ist unter anderem das optimale Raumverhältnis 1:1:2 für den perfekten Klang verantwortlich. Auch die rund 24’000 quadratischen Gips-Reliefs mit einer Kantenlänge von 20cm sind ein akustisches Element. Im architektonisch atemberaubenden Saal werden Konzertveranstaltungen zu ganz besonderen Erlebnissen.

