
Pittsburgh Symphony Orchestra | Manfred Honeck | Alexandre Kantorow
- Datum
- Do, 3. Sept. 2026 | 19:30
- Veranstalter
- Lucerne Festival


«Ich hatte gehofft, mich nicht noch einmal in ein Orchester zu verlieben, aber ich habe es doch getan», seufzt Sir Simon Rattle. Und wer ist die geheimnisvolle Liebe? Das Freiburger Barockorchester! Der Schumann-Abend, den Sir Simon und die «Freiburger» in Luzern aufführen, verrät, wie das neue Glück klingt. Das Orchester spielt schlank und durchhörbar, mit schillernden Farben und doch geerdet. Mit der hochromantischen Ouvertüre zu Schumanns einziger Oper Genoveva beginnt das Programm. Isabelle Faust, die über einen so menschlichen, sprechenden Geigenton verfügt und unvergleichlich delikat phrasiert, trägt anschliessend das Violinkonzert vor. Es entstand kurz vor Schumanns psychischem Zusammenbruch und gelangte erst 81 Jahre nach seinem Tod zur Uraufführung. «Das ist Musik, die einfach tief berührt», findet Faust. Ganz sicher gilt dieser Befund auch für die Zweite Sinfonie, die viele für Schumanns beste halten. Ihr überirdisch schöner langsamer Satz hat etwas von einem Dankgebet an sich. Schumann steigert hier unablässig eine beseligende Kantilene und führt sie in höchste Höhen: zehn Minuten für die Ewigkeit.

Der weltberühmte Konzertsaal besticht durch seine einzigartige Akustik. Vom New Yorker Russell Johnson konzipiert, ist unter anderem das optimale Raumverhältnis 1:1:2 für den perfekten Klang verantwortlich. Auch die rund 24’000 quadratischen Gips-Reliefs mit einer Kantenlänge von 20cm sind ein akustisches Element. Im architektonisch atemberaubenden Saal werden Konzertveranstaltungen zu ganz besonderen Erlebnissen.




