

Ludwig van Beethoven war ein Revolutionär. Mit seiner Musik – insbesondere mit seinen epochalen Sinfonien – hob er regelmässig frühere Regeln und Grenzen auf und schuf neue Paradigmen. Auch die 9. Sinfonie war für ihre Zeit ein erstaunlich radikales Werk und unterstützt sicherlich das Bild von Beethoven als trotzigen Einzelgänger. Paradoxerweise feiert es jedoch genau das Gegenteil, nämlich die Einheit aller Menschen. Vor über 200 Jahren, am 7. Mai 1824, erklang die «Neunte» erstmals in der Öffentlichkeit, ohne dass sie der Komponist – aufgrund seiner fortgeschrittenen Taubheit – selbst je gehört hat.
Die Verschmelzung von majestätischer Musik, Poesie, Vision und Glauben – gekrönt vom mächtigen Chorfinale „Ode an die Freude“ – gehört zu den bewegendsten Musik-Erlebnissen überhaupt. Später wurde die «Neunte» zur Hymne für die Europäische Gemeinschaft und zu einem universellen Symbol für den Frieden und die Freiheit.
Es freut uns, mit diesem Konzert eine liebgewonnene Tradition fortsetzen zu dürfen: bereits zum sechsten Mal läutet das Orchestra Sinfonica di Milano mitsamt seinem Chor das neue Jahr mit diesem Meisterwerk der klassischen Musik im KKL Luzern ebenso festlich wie hoffnungsvoll ein.

The world-famous Concert Hall impresses with its unique acoustics. Designed by New Yorker Russell Johnson, one of the factors responsible for the perfect sound is the optimum 1:1:2 room ratio. In addition, the 24,000 plaster reliefs break up the reflection of sound, multiply it, and scatter it in all directions.

