Samstag 03.04.2010 18:30, Konzertsaal, mit Pause
Collegium Vocale zu Franziskanern & molto cantabile
A capella Chorkonzert: Zwischenwelten - zwischen Welten
Ulrike Grosch & Andreas Felber, Leitung
A. Schnittke, Konzert für Chor (Sätze 2, 3 und 4) R. Strauss, Deutsche Motette, op 62 für Soli und Chor M. Reger, «O Tod, wie bitter bist du» für Chor G. Mahler, «Ich bin der Welt abhanden gekommen» arr. C. Gottwald für Chor A. Schönberg, «Friede auf Erden» für Chor
Die grossen Chorwerke von Gustav Mahler und Richard Strauss, von Alfred Schnittke, Max Reger und Arnold Schönberg - sie geleiten die Zuhörer in Zwischenwelten. Schönbergs «Friede auf Erden» bewegt sich zwischen Verzweiflung und Utopie, Regers «O Tod, wie bitter bist Du» changiert zwischen Todesangst und Todessehnsucht, und aus Gewissheit und Ekstase speist sich Mahlers «Ich bin der Welt abhanden gekommen», von dem eine Bearbeitung von Clytus Gottwald für vier Solisten und 16-stimmigen Chor gesungen wird. Zwischen Ost und West wiederum steht das «Konzert für Chor» des Russlanddeutschen Schnittke. Zwei profilierte Luzerner Chöre haben sich zusammengetan, molto cantabile unter der Leitung von Andreas Felber und das Collegium Vocale zu Franziskanern Luzern, dirigiert von Ulrike Grosch. Für einen Kammerchor wären die meisten dieser gewaltigen Werke kaum machbar, für die meisten grossen Chöre sind sie zu schwer - weshalb sie äusserst selten aufgeführt werden. Die intensive Zusammenarbeit macht es möglich, diese anspruchsvolle Musik doch in den Konzertsaal zu bringen - am Karsamstag, dem Tag zwischen Tod und Auferstehung.

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